Spenderinnen und Spender findenLegen Sie vorher fest, wen Sie erreichen wollen
Menschen spenden, wenn Sie von etwas begeistert sind.
Wer auch immer Ihrer Kirchengemeinde oder der Diakonie Geld, Zeit oder Wissen schenkt: Diese Person hat ein echtes Interesse daran, dass Ihre Arbeit Zukunft hat und gut gelingt. Das gilt besonders für Ehrenamtliche. Sie sind nah dran, kennen die Bedürfnisse vor Ort und sorgen mit dafür, dass Angebote lebendig bleiben.
Bedenken Sie: Je zufriedener Ihre Interessengruppen sind, desto stärker fühlen sie sich mit Ihrer Gemeinde oder Einrichtung verbunden. Zufriedenheit entsteht durch Wertschätzung, klare Kommunikation und das Gefühl, wirklich gebraucht zu werden.
Nicht nur an Spenderinnen und Spender denken
Wenn Sie Zielgruppen für Ihr Fundraising festlegen, denken Sie nicht nur an potenzielle Geldgeber. Schauen Sie zuerst dorthin, wo bereits Begeisterung und Engagement spürbar sind. Wer ist jetzt schon „Feuer und Flamme“ für Ihre Gemeinde oder Ihre diakonische Arbeit? Wer setzt sich ehrenamtlich ein, wer trägt mit Ideen, Beziehungen oder Fachwissen bei? Diese Menschen sind Ihre stärkste Basis – und oft die besten Multiplikatorinnen und Multiplikatoren.
Im nächsten Schritt überlegen Sie, welche Privatpersonen, Unternehmen oder Kooperationspartner bereit sind, Zeit, Sachspenden oder Dienstleistungen beizusteuern. Oder sich in Netzwerken für Ihre Anliegen stark zu machen. Das sind Ihre wertvollsten Ressourcen!
Stellen Sie sich folgende Fragen - Leitfragen zur Orientierung:
- Wer ist jetzt schon Feuer und Flamme für Ihre Gemeinde oder Ihre Einrichtung?
- Wer hat ein besonderes Interesse daran, dass Ihre Kirchengemeinde oder diakonische Arbeit fortbesteht und wächst?
- Wer möchte konkret, dass Ihr Spendenprojekt verwirklicht wird - und warum?
- Mit wem teilen Sie Werte und Visionen (z. B. Nächstenliebe, Teilhabe, Bildung, soziale Gerechtigkeit)?
- Bei wem ist Ihre Arbeit bereits besonders anerkannt (Teilnehmende, Angehörige, lokale Gruppen, Vereine)?
- Wer hat in der Vergangenheit Hilfe angeboten, gespendet oder mit angepackt - auch spontan?
- Zu welchen Unternehmen bestehen bereits gute, verlässliche Kontakte?
- Welche Unternehmen in Ihrem Umfeld bieten Produkte oder Leistungen an, die Sie für Ihr Projekt benötigen (z. B. Handwerk, Technik, Druck, Logistik)?
- Welche Personen in Ihrem Umfeld haben gute Kontakte zu ortsansässigen Unternehmen, vermögenden Privatpersonen oder Stiftungen?
- Wer ist dafür bekannt, soziale oder kirchliche Projekte in Ihrer Region zu fördern (Rotary, Lions, Bürgerstiftungen, örtliche Stiftungen)?
- Wer könnte sonst noch für Ihre Gemeinde, Ihre Angebote oder Ihr Spendenprojekt begeistert werden – wenn Sie sie gezielt ansprechen?
Praktische Schritte für Ehrenamtliche:
Sammeln Sie Namen: Erstellen Sie zunächst eine einfache Liste mit Menschen und Gruppen, die Ihrer Arbeit wohlgesonnen sind.
Ordnen Sie die Kontakte: Markieren Sie, wer Zeit, Sachmittel, Fachwissen oder Geld beitragen könnte.
Machen Sie es persönlich: Sprechen Sie gezielt an, mit einer klaren Bitte und einem konkreten nächsten Schritt.
Zeigen Sie Wirkung: Teilen Sie kurze Erfolgsgeschichten und Rückmeldungen, damit Engagement sichtbar und motivierend bleibt.
Halten Sie Beziehungen: Bedanken Sie sich zeitnah und ehrlich, laden Sie ein, informieren Sie regelmäßig.
So entstehen lebendige Kreise der Unterstützung, über Spenden hinaus. Und genau dort wächst die Zukunft Ihrer Gemeinde und Ihrer diakonischen Arbeit.
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