Fundraising Videos per Smartphone

Videos im kirchlichen Fundraising

Videos im Fundraising

Im Jahr 2018 wurden jede Minute circa 500 Stunden Videomaterial bei Youtube hochgeladen. Auch, wenn davon nur ein geringer Teil wirklich hochwertigen Inhalt enthält, so prägt dies eine ganze Generation. Lineares Fernsehen spielt für Unter-30 Jährige kaum noch eine Rolle. Und Jugendliche holen sich ihre Informationen nahezu ausschließlich aus Videoplattformen. Sie sollten da mitmachen.

Nicht, weil es Trend ist, sondern weil sich Lebensweisen von Nutzerinnen und Nutzern verändern und Videos ein ideales Mittel sind, um Menschen zu erreichen.

Videos im Fundraising sind sinnvoll

Fundraising versucht, Vertrauen aufzubauen. Durch ein Video schaffen Sie Vertrauen schneller, als durch einen Text. Während der Einblendung eines Bilds entstehen beim Betrachter bereits Bilder, wie die erzählte Geschichte weitergehen könnte. Zusammenhänge lassen sich in einem Video besser darstellen und mit Emotionen füllen.

Menschen identifizieren sich mit Menschen. Die technischen Voraussetzungen werden immer geringer. Jedes aktuelle Smartphone ist in der Lage, technisch ausreichende bis hervorragende Videos zu produzieren. Sie benötigen für einfache Videos keine Profis. Und Videobearbeitung wird auch immer einfacher.

Kurz erklärt: Warum sind Videos im Fundraising wichtig?

Interview mit Tobias Dunkel

Tipps für den Einstieg

Erzählen Sie eine Geschichte pro Video

Spontane Videos von einem Gemeindefest sind zwar einfach zu erstellen, interessieren aber im Nachhinein niemanden. Überlegen Sie vorher, welche Geschichte sie erzählen wollen. Und klären Sie, wer diese Geschichte erzählt und durch das Video führt. Filmen Sie nicht einfach drauf los sondern planen Sie Ihr Video. Bauen Sie einen Protagonisten auf, der potentielle Spenderinnen und Spender durch die Zeit der Fundraising-Aktion begleitet.

Keep it simple and stupid

Machen Sie es sich gerade am Anfang einfach. Vermeiden Sie Zooms und Schwenks. Halten Sie Kamera oder Smartphone ruhig und nutzen Sie dafür ein kostengünstiges Stativ.

Achten Sie auf guten Ton

Ein ärgerliches Ergebnis ist, wenn Protagonisten nicht gut zu hören sind. Oder der Wind alles Gesagte zerstört. Dann wird schnell weggeklickt. Nutzen Sie ein Mikrofon. Zum Beispiel ein Lavallier-Mikrofon zum Anstecken an Hemden, Pullover und Jacken. Hier gibt es günstige Lösungen für Smartphones. Es genügt auch der gesunde Menschenverstand: Nehmen Sie Stimmen dort auf, wo es ruhig ist. Wenn Sie die Auswahl haben, dann also eher in einem Gebäude.

Licht im Rücken

Leuchten Sie Ihren Protagonisten gut aus. Sorgen Sie dafür, dass er genug Licht abbekommt. Aber vermeiden Sie Mittagssonne, ebenso wie „Mischlicht“. Ideal sind bei Innenaufnahmen große Fensterfronten von der Seite.

Vordergrund macht Bild gesund

Setzen Sie Ihr Motiv im Bild so, dass ein schöner Vordergrund zu sehen ist.

Nah schlägt Totale

Lieber näher dran, als weit weg. Nutzen Sie die gesamte Fläche des Bilds. Lieber 1-2 Personen, als eine ganze Gruppe.

Goldener Schnitt

Menschen finden Dinge ästhetisch und für’s Auge angenehm, wenn sie sich in einem Ein-Drittel/Zwei-Drittel-Verhältnis befinden. Ein typisches Beispiel ist eine Interview-Situation in der Tagesschau. Nutzen Sie die Gitteransicht in Ihrem Smartphone und fokussieren Sie die Aktion auf einem Schnittpunkt der Linien.

Schneiden von Videos: Schnittprogramme

Fangen Sie einfach an und probieren Sie aus. Bei einem Mac ist das Schnittprogramm iMovie bereits vorinstalliert. Das reicht für den Beginn. Das Programm Moviemaker ist seit 2018 nicht mehr herunterladbar. Ein weiteres kostenloses Programm ist Da Vinci Resolve. Das wiederum stellt aber bereits andere Ansprüche an die Macherinnen und Macher. Profis arbeiten mit Adobe Premiere Pro aus der Creative Suite (Windows/Mac) oder Final Cut Pro (nur Mac). Die Programme funktionieren alle ähnlich. Auf Youtube finden Sie unzählige Anleitungen, um in die Thematik hereinzufinden.

Einen sehr guten Einstieg bietet dabei das Tutorial-Video des Hamburger Fotografen Paddy Ludolph. Dieses ist auf der Basis von Final Cut entstanden, bietet aber auch einen grundsätzlichen Einblick in die Funktionsfähigkeit von Schnittprogrammen.

Wichtig ist: Machen!


Videos erstellen lernt man durch machen. Sie müssen es einfach mal tun. Und mit der Zeit werden Ihre Videos dann immer besser, weil die Handgriffe sitzen.

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