Anneliese

Danken im Fundraising

Dank ist der 1. Schritt zur 2. Spende

Warum guter Dank so wichtig ist

Danken bringt Freude, danken verbindet. Und jeder Dank bringt eine Wertschätzung zum Ausdruck. Das klingt einleuchtend, doch die Praxis sieht oft anders aus: Stifter und Spender müssen mitunter lange auf den Dank für ihre Zuwendung warten, oder der Text eines Briefes ist so unpersönlich, dass der Leser sich eher ärgert als freut. Gerade kleinere und mittlere Stiftungen können hier noch viel verbessern.

Negativbeispiele gibt es zuhauf: Die Erstspenderin erhält einen Standardbrief, in dem für ihre „einmalige Spende“ gedankt wird, das ehrenamtliche Vorstandsmitglied findet die nüchterne Zuwendungsbestätigung im Poststapel, und der Großspender erhält einen lieblosen Standardbrief mit eingescannter Unterschrift. In jedem dieser Beispiele wurde eine Chance vertan, die Chance nämlich, den Stifter oder Spender enger an die kirchliche Organisation zu binden.

Guter Dank bestätigt den Spender

Neben der Spenderbindung bewirkt guter Dank etwas ganz Besonderes. Beim Spender stellt sich nämlich nach dem Absenden der Überweisung oftmals ein Zweifel ein, ob es denn richtig war, genau für diesen Zweck und genau an diese Stiftung zu spenden. „Was ist mit all den anderen guten Zwecken, die mir auch am Herzen liegen? War ich nicht überhaupt zu großzügig? Und wollte ich mir nicht demnächst einen neuen Laptop kaufen?“ Ein individueller und herzlicher Dank, der den Spender in dieser Phase des Zweifelns oder Bedauerns erreicht, bestätigt ihn darin, genau das Richtige getan zu haben. So behält er seine Spende in guter Erinnerung und wird Ihre Stiftung vielleicht wieder bedenken. Dafür muss Ihr Dank ihn allerdings schnell erreichen, spätestens innerhalb von zehn Tagen.

Danken Sie herzlich, individuell und offiziell

Ihr Dankbrief soll den Leser erfreuen. Zeigen Sie also Ihre Freude über die Spende oder Zustiftung, und formulieren Sie so, dass der Leser sich persönlich angesprochen fühlt. Kleinere Stiftungen können dies besonders gut, da nicht selten der Unterzeichner den Spender kennt. Zeigen Sie dem Empfänger, zum Beispiel mit einem handschriftlichen Gruß, dass Ihnen seine Spende aufgefallen ist. Falls es sich um eine zweckgebundene Spende handelt, so erwähnen Sie den Zweck. Bedanken Sie sich auch offiziell, z. B. „im Namen des Vorstands“.

Beachten Sie die Höhe, die Häufigkeit und die Abstände zwischen den Spenden

War die Spende oder Zustiftung besonders hoch? Handelt es sich um einen „treuen Spender“, der Ihre Gemeinde schon oft unterstützt hat? Lag die letzte Spende noch gar nicht lange zurück? Dann haben Sie es mit einem richtig guten Freund zu tun, der sich sehr für die Arbeit Ihrer Stiftung interessiert. Hier könnte es angemessen sein, dass Sie spontan zum Hörer greifen, sich telefonisch (vorab) bedanken und mit ihm ins Gespräch kommen. Vielleicht hat er gute Anregungen für Ihre Arbeit oder möchte sich in einem der Gremien engagieren. Selbstverständlich schicken Sie ihm zusätzlich den „offiziellen“ Dankbrief.

Nehmen Sie auch kleine Spenden ernst

Nicht selten markiert eine kleine Spende den Anfang einer langen Spender- oder Stifterbeziehung. Denn eine Spende kann ein Test sein, um herauszufinden, wie eine Gemeinde oder kirchliche Organisation mit ihr umgeht. Sie kann auch dazu dienen, mehr Informationen über die Gemeinde zu erhalten. Widmen Sie daher auch Klein- und Erstspenden die gebotene Aufmerksamkeit und bieten Sie weitere Informationen an.

Sprechen Sie die Werte und Ziele Ihrer Stiftung an

Gemeinsame Werte und Visionen sind in der Regel die Basis für eine langfristige und vertrauensvolle Beziehung zwischen einer Gemeinde und ihren Förderern. Nutzen Sie daher Ihren Dank, um auf die Werte und Ziele Ihrer Arbeit einzugehen.

Kurz erklärt: Darum ist Dank so wichtig

Hinweise von Dr. Thomas Kreuzer

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