Gute Fundraising Fotos

Faktoren für gute Fotos

Fundraising braucht gute und emotionale Fotos. Egal, auf welchem Kanal: Fotos und Bilder werden als erstes wahrgenommen und ermöglichen einen ersten Eindruck.

Der 1. Eindruck entsteht dabei innerhalb von 1-3 Sekunden. In dieser Zeit bleibt keine Möglichkeit, große Geschichten zu erzählen. Vielmehr sind Fotos ein Einstieg in die Thematik. Dabei gilt:

Besser ein ehrliches Foto als ein teuer gekauftes.

Fotos müssen individuell sein. Beliebigkeiten sind zu vermeiden. Nutzen Sie keine Stockfotos mit nicht authentischen Menschen oder dem aus der Werbung bekannten "Dentist smile". Stockfotos sind in Ordnung, beispielsweise für Symbolbilder. Die Nutzung von Creative Commons Lizenzen sind ein guter Einstieg in die Welt der oft guten und kostenlos nutzbaren Fotos.

Fotos haben die höchste Bedeutung

Denken Sie bei der Erstellung von Medien im Fundraising vom Foto zum Text. Suchen Sie sich zuerst das Bild aus, das sie verwenden wollen und schreiben Sie dann den Text "um das Bild herum". Dabei dürfen die Bilder ruhig klischeehaft sein, um ein Thema anzuteasern.

Tipps und Tricks für gute Fotos

Menschen vor Gebäuden

Kirchengemeinden und kirchliche Organisationen bestehen aus Menschen und arbeiten mit Menschen. Dann zeigen Sie dies auch. Durch Menschen entstehen Emotionen, die ein wesentlicher Faktor für gutes Fundraising sind. Vermeiden Sie also Fotos von Gemeindehäusern, Kirchen oder Fahnen, soweit keine Menschen zusätzlich oder primär erkennbar sind.

Information und Emotion

Nicht jede Person assoziiert ein Foto mit dem Thema, das ausgedrückt werden soll. Untertiteln Sie daher jedes Foto, um die Gedanken in eine entscheidende Richtung zu lenken.

Jedes Foto muss sich an diesen Punkten messen lassen:

  • Was sollen Betrachtende wissen?
  • Was sollen Betrachtende fühlen?
  • Was sollen Betrachtende im Anschluss tun?

Wirkung von Bild-Beschriftungen (Beispielbilder)

Kamera wählen und Zeit einplanen

Mit welcher Kamera Sie ein Foto machen, ist zwar nicht egal, kann aber fast nachrangig sein. Sie wollen keine Hochglanz-Fotos aus dem Model-Studio anfertigen. Dennoch müssen die Fotos anspruchsvoll und attraktiv wirken. Dies gelingt heute aber bereits mit der Kamera an einem aktuellen Smartphone.

Erweitert um kostengünstige Foto-Apps lassen sich etliche Einstellungen manuell verändern und führen so zu guten Ergebnissen. Beachten Sie aber bitte immer:

Das gute Foto macht die Person hinter Kamera.

Die Kamera selbst unterstützt dabei. Wie man gute Fotos macht, das lernt man leider nicht durch Website-Texte oder Bücher. Auch diese können unterstützen. Beispielsweise können Sie sich auf großen Fotoplattformen wie flickr oder 500px Anregungen holen. Auch YouTube ist voll von guten Tutorials.

Gute Fotos zu machen lernen Sie jedoch dadurch, indem Sie es tun. Immer und ständig. Dadurch verbessern Sie sich.

Fotoverwaltung

Eine gute Fotoverwaltung ist das A und O. Mit dieser finden Sie Material themenbezogen wieder, das Sie vor wenigen Jahren oder auf speziellen Events im Einsatz haben.

In der Praxis ist das meist für Nutzende nicht wIrklich zufriedenstellend umgesetzt. Der gemeinsame Gruppenordner oder ein Cloud-Speicher sind beliebte Wege. Wenn der Cloud-Speicher die Fotos datenschutzkonform, so kann dies eine Lösung sein. Allerdings verwaltet dieser in der Regel keine Schlagworte, Meta-Daten oder Bildrechte.

Für diesen Einsatzzweck gibt es verschiedene Fotoverwaltungsprogramme und -dienstleister. Jeder hat Vor- und Nachteile, so dass ein besonderer Tipp nicht gegeben werden kann.

Für technisch versiertere könnte das Foto-CMS koken eine Option sein. Dieses kann einfach installiert und administriert werden. In Verbindung mit einem Passwortschutz können dann auch nur die Menschen darauf zugreifen, die es dürfen. Hier einmal ein koken-Anwendungsbeispiel.

Und nun los

Beachten Sie folgenden Hinweise, wenn Sie Fotos für Ihre Kirchengemeinde anfertigen.

Foto-Technik

Licht

Gutes Licht ist die wichtigste Voraussetzung für gute Fotos. Danach kommt erst mal gar nichts.

Sorgen Sie bei der Aufnahme stets für eine gute Beleuchtung. Die Beleuchtung sollte einheitlich sein.

Die meisten Kirchen sind von innen zu dunkel. Setzen Sie aber dennoch Blitzgeräte nur ein, wenn Sie damit umgehen können. Frontalblitze von vorne sind in den meisten Fällen unglücklich.

Blende

Mit der Blende steuern Sie die Tiefenschärfe eines Bildes. Je größer das "Loch" am Objektiv, desto mehr Licht kann einfallen und desto kleiner ist die Blendenzahl.

Je kleiner das Loch, desto größer die Blende und desto weniger Licht fällt ein.

Bei einer kleinen/offenen Blende beginnt die Unschärfe nach dem scharf gestellten Fokuspunkt schneller als bei einer großen/geschlossenen Blende.

Mitarbeiter- und Spenderportraits wirken bei einer Blende von f2,8 bis f5,6 besonders gut.

Goldener Schnitt

Gestalten Sie die wichtigste Aussage des Bilds durch die Nutzung des Goldenen Schnitts.

Der Goldene Schnitt wird auch als Drittel-Regel bezeichnet. Teilen Sie Ihr Bild horizontal und vertikal in Drittel auf und legen Sie Fokus und wichtigstes Merkmal auf einen der Schnittpunkte.

 

Belichtungszeit | Verschlusszeit

Die Belichtungsdauer ist die Zeit, in der Licht auf den Sensor fällt.

Je länger der Sensor belichtet wird, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit einer gewollten Bewegungsunschärfe oder ungewollter Verwackelung.

Ohne technische Hilfsmittel kann ein geübter Fotograf (abhängig von der Brennweite) eine 1/40s aus der Hand schießen. Bei längeren Aufnahmen benötigen Sie ein Stativ. Allerdings sollten Sie vor dem Einsatz des Stativs auch wissen, warum Sie dieses benötigen und warum die Aufnahme eine längere Belichtungszeit benötigt.

 

Kontraste

Fotografieren Sie ins Licht, so sind die Objekte meist zu dunkel. Halten Sie daher das Licht im Rücken.

Achten Sie aber auch auf eine ausgewogene Ausleuchtung.

 

Weißabgleich

Klären Sie, was wirklich weiß oder grau ist. Wählen Sie den korrekten Weißabgleich an Ihrer Kamera.

Nur wenn die Fotos im sogenannten RAW-Format aufgenommen sind, kann später einfach nachbearbeitet werden.

Perspektive

Geben Sie Ihrem Bild eine Perspektive.

Das kann ein Fluchtpunkt am Horizont sein. Oder nutzen Sie Strukturen am Objekt und schaffen Sie damit unterschiedliche Ebenen.

 

Perspektive II

Fotografieren Sie Menschen von oben nach unten, so wirken diese klein. Sie werden vom Fotografen quasi "erdrückt". Eine unschöne Perspektive.

Fotografieren Sie Menschen von unten nach oben, so wirken die Abgelichteten dominant und stark.

Idealerweise bewahren Sie Augenhöhe.

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