Stiepeler Dorfkirche

Bilanz des Helfens 2018

Weniger Spenden für kirchliche Projekte

So spendeten die Deutschen im vergangenen Jahr

Verlässliche Zahlen über das Spendenverhalten in Deutschland zu erhalten, ist herausfordernd. Es gibt unterschiedliche Methoden für die Erfassung und unterschiedliche Definitionen von Spenden.

So ist es nicht verwunderlich, dass das gemessene Delta der Gesamtsummen in den unterschiedlichen Studien stark von einannder abweicht.

Eine seit vielen Jahren im Fundraising ernst genommene Studie in Deutschland ist die Bilanz des Helfens. Die Daten werden von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) und dem Deutschen Spendenrat erhoben und zu Beginn eines Jahres veröffentlicht. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse mit Kernaussagen wird dabei kostenlos zur Verfügung gestellt.

Die Bilanz des Helfens 2019 beleuchtet das Spendenverhalten im Jahr 2018.

So spendeten die Deutschen im Jahr 2018

Alle Aussagen auf Basis des GfK Charity*Scopes

Insgesamt wurden in Deutschland 5,3 Milliarden Euro gespendet. Das ist eine Steigerung von 3 Prozent gegenüber der Umfrage des Vorjahrs.

Kurz und knapp: Weniger Spenderinnen und Spender spenden insgesamt mehr Geld. Das bedeutet, die Durchschnittspende steigt auf 38 Euro pro Spendenvorgang. Die Deutschen spenden im Schnitt ca. 6,8 Mal pro Jahr.

Insgesamt spenden 31% der Menschen ab 10 Jahren in Deutschland. Hier ist ein leichter Rückganz zu verzeichnen, der aber auch im Trend liegt.

Weihnachten bleibt wichtig

Der Dezember bleibt der spendenintensivste Monat. Die Bilanz des Helfens betont hier die Spendenfreudigkeit der Menschen bis 40 Jahre in diesem Zeitraum. Eine interessante Zielgruppe.

Hier gehen die Spenden hin

Ungefähr 3/4 der akquirierten Spenden geht in die humanitäre Hilfe.

Als Gewinner dürfen sich Organisationen aus dem Natur- und Umweltschutz, dem Tierschutz und dem Sport fühlen. Die Not- und Katastrophenhilfe rutscht ab. Dies mag aber auch daran liegen, dass 2018 eher weniger Katastrophen medial stark waren.

Gewinner: Projekte im Inland

Mehr Geld floss dagegen in Projekte im Inland. Dies wäre ja eine gute Nachricht für Fundraising in den Kirchengemeinden, wenn die Bilanz des Helfens nicht diese Aussage machen würde:

"Obwohl insgesamt auch mehr Spenden an kirchliche Organisationen gespendet wurde, geht deren Anteil am Gesamtspendenvolumen immer weiter zurück."

Auch keine Überraschung ist Erkenntnis, dass im vergangenen Jahr Menschen über 60 Jahre den größten Anteil an den Spendenerträgen verantwortet. Es ist über die Hälfte.

Spenderinnen und Spender sind treu

Interessant ist die Aussage, dass 50,2% der Menschen angeben, sie würden spenden, weil sie die Organisation regelmäßig unterstützen. Dieser Wert ist im Verlauf der letzten Jahre sogar noch gestiegen. Lediglich ein sehr geringer Anteil der Menschen spendet aus Gründen der steuerlichen Absetzbarkeit.

Bitte schauen Sie sich hier die Motivationen im Original der Studie etwas genauer an.

Das Mailing ist weiterhin ein wichtiger Motivator. Die Bedeutung nimmt aber weiterhin ab.

Evangelische Organisationen bei 12% am Gesamtvolumen

Der Anteil evangelischer Organisationen am Gesamtspendentvolumen liegt im Jahr 2018 lediglich bei 12%. Im Vorjahr waren dies noch 13,4%.

Weitere detaillierte Zahlen in der Studie

In der Studie sind viele weitere Informationen zum Spenderverhalten in Deutschland einsehbar. Ein besonderer inhaltlicher Fokus liegt dabei im Bereich der Flüchtlingshilfe. Die Studie stellt der Spendenrat zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Weitere für's kirchliche Fundraising interessante Aspekte sind leider nicht in der kostenlosen Version erhältlich. Hier beobachten wir die einschlägigen Fachmedien, um weitere Informationen zu erhalten.

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