Spenderbindung mit Karabinerhaken

Spender*innenbindung! Wieso, weshalb, warum?

Ziel der Maßnahmen ist der Beziehungsaufbau. Auf diese Weise soll die langfristige Bindung der Spender*innen entstehen. Erfolgreich ist das Programm, wenn die Häufigkeit und die Höhe der Spenden wachsen. Das Programm ist für Spender*innen gedacht, die mehr als der Durchschnitt geben und ergänzt die Regelkommunikation durch individuelle Brief und Telefonkontakte sowie durch persönliche Begegnungen. Diese Gruppe sind die Mid Donor.

Die persönlichen Kontakte schaffen für diese Gruppe Nähe zur Organisation und geben ihr ein Gesicht. Dadurch steigen die Glaubwürdigkeit und die Transparenz der Arbeit der Organisation sowie die Wahrnehmung der eigenen Wirkung auf Seiten der Spender*innen.

Im Mittelpunkt steht die Wertschätzung der Spender*innen und die Wirkung ihrer Spenden. Die besondere Aufmerksamkeit in der Kommunikation mit den Spender*innen liegt darauf, wie sie gerne mit der Organisation in Kontakt treten möchten.

Ergänzend zur Standardkorrespondenz werden versendet:

  • Einladungen zu Treffen für Spender*innen mit projektbezogenen Einblicken und Möglichkeit zum vertiefenden Austausch.
  • Einladungen zu größeren Veranstaltungen mit Angeboten, die die Menschen beispielsweise auf dem Kirchentag an den Stand der Organisation locken.
  • Handschriftlich wirkende Erinnerungsschreiben an einen bereits verschickten Spendenaufruf (inkl. Visitenkarte und Zahlschein). Zielgruppe sind Menschen, die nach ca. 10 Banktagen nicht gespendet haben.
  • Geburtstagsgrüße als emotionaler Kontaktpunkt. Beigelegt wird ein hochwertiges Incentive.
  • AbwanderungsAlarm: Datenbankbasierter Hinweis an die Fundraiserin, dass ein*e Spender*in in den letzten Monaten weniger als bisher gespendet hat. Daraufhin erfolgt eine individuelle Kontaktaufnahme. Falls ein Brief verschickt wird, wird ein hochwertiges Incentive beigelegt.
  • Individuelle Briefe an Personen ohne Spende in den letzten 12 Monaten. Beigelegt wird ein hochwertiges Incentive.
  • Zur Stärkung von Transparenz und Vertrauen wird der Zuwendungsbescheinigung ein Wirkungsbericht beigelegt.
  • Weihnachtskarte. (Selfmailer zum Aufstellen.)

Telefonische Kontakte ergänzen die Briefkontakte:

  • Personen, die in den letzten zwölf Monaten nicht gespendet haben, werden angerufen und um eine einmalige Spende gebeten. Hier lassen sich auch Fragen und ggf. Beschwerden klären.
  • Ankündigungsanruf vor dem postalischen Versand, um auf das bevorstehende Schreiben hinzuweisen und Fragen zu klären — dies erhöht die Öffnungsrate und die Spendenbereitschaft.
  • Nachfassanruf: Persönliche Erinnerung, wenn nach zehn Banktagen keine Reaktion auf ein Spendenbrief erfolgte. Angebot alternativer Zahlungswege, kurze Bedarfsabklärung und Beantwortung von inhaltlichen Fragen.
  • Dankesanruf in der dunklen Jahreszeit (Dezember bis Januar) als besonderer Ausdruck der Wertschätzung.
  • Im Spendenbrief wird auf das Anschreiben ein Aufkleber (PostIt) platziert. Auf dem PostIt steht die Handynummer der Fundraiserin und ein Text in gedruckter Handschrift: „Wenn Sie Fragen haben, melden Sie sich gerne jederzeit. Ihre Stephanie Neumann“

Neben den Mid Donors bilden in den meisten Organisationen die weitaus größte Gruppe der Spender*innen Menschen, die kleinere Beträge geben. In der Kommunikation mit ihnen ist natürlich die Begrüßung neuer Spender*innen und die Bindung der vielen Bestandsspender*innen besonders wichtig. Aufgrund der großen Anzahl der Spender*innen kann für diese Gruppe die individuelle Ansprache jedoch nur simuliert werden.

Ganz anders die Ansprache der Großspender*innen: Hier ist die Ansprache noch deutlich individueller und persönlicher.

Gemeinsame Werte und Visionen sind in der Regel die Basis für eine langfristige und vertrauensvolle Beziehung zwischen einer Stiftung und ihren Förderern. Nutzen Sie daher Ihren Dank, um auf die Werte und Ziele Ihrer Stiftungsarbeit einzugehen.

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